Rebhühner retten

So nah sieht man Rebhühner selten. Wer sie entdecken will, sollte dies vor allem in der Dämmerung probieren.  (Stephan Börnecke)

Einige Jäger wollen bei Marklohe dem Rebhuhn helfen. Das ist gut so, finden wir super. Nur leider ist der Weg, den sie dabei beschreiten wollen, weder durchdacht noch wirklich hilfreich. Die Jäger wollen im Naturschutzgebiet Drakenburger Marsch Rebhühner rund ums Jahr füttern. Wir finden: Das ist überflüssig und verkennt die tatsächlichen Probleme, die das Rebhuhn an den Rand der Existenz brachte. Der Vorstoß blendet Erfolg versprechende Szenarien zur Lebensraumverbesserung aus, über die sich die Population nachhaltig steigern lässt. Und das ist nicht nur in Deutschland, sondern zum Beispiel auch in Großbritannien erprobt. Zwar ist die Jagd auf Prädatoren, wie den Fuchs, vermutlich sinnvoll. Auch die Schaffung von Deckung, wie die Jäger vorschlagen, kann helfen. Doch sehr viel wichtiger wäre es, abseits der Straßen und Wege große Blühflächen zu schaffen, die Insekten locken und den Küken das in der Wachstumsphase wichtige tierische Eiweiß liefern. So absurd es auch klingen mag: Selbst die „ausgeräumte“ Landschaft bietet den Rebhühnern im gesamten Jahr genügend Futter. (Stephan Börnecke)

Rebhühner bei Nacht

 (Stephan Börnecke)

Im kalten Januar hocken die Rebhühner, in einer sogenannten Kette
zusammengeschlossen, im Wintergetreide beeinander und ernähren sich
überwiegend von Blättern. Diese Aufnahme wurde mit einer Wärmebildkamera
gemacht.