Essbare Wildkräuter und heimische Stauden im BUND-Garten, Rückblick
Schon mal Löwenzahnknospen in Estragon-Essig oder in Olivenöl mit Knoblauch probiert? Oder eine Quiche mit Hopfensprossen und Brennnesseln zubereitet? Das waren nur drei der leckeren Delikatessen, mit denen die BUND-Gartengruppe zur Wildkräuter-Küche in ihren Schaugarten am Meerbach einlud.
Mehr als 50 Besucher*innen ließen sich inspirieren, wie sich Wildkräuter in der Küche verarbeiten lassen. Denn was oft als Unkraut verschmäht wird, entpuppt sich bei genauerem Test als äußerst schmackhafte Zutat. Wie etwa jene Käse-Kräuter-Zubereitung, die man in die Blätter der Knoblauchsrauke hüllt und zum Beispiel als Vorspeise kredenzen kann.
Ob der zu Unrecht geschmähte Giersch, die übersehenen Mieren, die Pimpinellen oder Melden: Die Garten-AG präsentierte auch in diesem Frühjahr wieder eine breite Palette der heimischen essbaren Wildkräuter. Mit einigen Kenntnissen lassen sie sich einfach sammeln und in der Küche zu schmackhaften und vitaminreichen Gerichten verarbeiten. Leckere Salate, Wildkräuterhäppchen, Brot und Brotaufstriche standen somit bei dem Event zum Probieren bereit. Zum Mitnehmen gab es Wildkräuter-Rezepte.
Im Kalender des BUND-Schaugartens in Nienburg sind der Wildkräuter-Tag zusammen mit der Pflanzenbörse die Frühjahrs-Highlights. Auch im 35. Jahr des Kleinods lockte die Börse wieder zahlreiche Gartenfreund*innen an.
Trotz zeitweiligen Regens kamen rund 80 Pflanzenfans und bestaunten, was die BUND-Gartengruppe und die Leiterin des Schaugartens, Claudia Reemtsema, an interessanten Pflanzen zusammengetragen hatte, um sie an Hobby-Gärtner*innen abzugeben. In der Hoffnung, dass sie in den privaten Gärten genauso viel Freude machen wie in den Beeten des BUND-Gartens.
Spitzenreiter waren in diesem Jahr das Gemeine und das purpurblütige Leinkraut, gefolgt von Waldanemonen und Frühlingsplatterbse. Davon blieben keine übrig. Auch einige heimische Gehölze wechselten die Besitzer*innen.
Viele der angebotenen Pflanzen werden vom BUND-Team selbst vermehrt. Sie sollen in den heimischen Gärten die Artenvielfalt stärken, Insekten eine Nahrungsquelle bieten – und einfach nur mit ihrer Farb- und Formenvielfalt erfreuen.