Krötenzäune schützen Amphibien im Straßenverkehr vor Verlusten

Erdkröten im Eimer. Es sind zwei Paare und ein Männchen. Die Männchen sitzen auf dem Rücken der Weibchen.  (Burkhard Bauer)

Erdkröten überwintern wie viele Amphibien an Land und wandern im Frühjahr zu ihren Laichgewässern. Frostfreier Boden, Temperaturen über 5°C und Regen sind Auslöser für die Überquerung von Straßen. Krötenzäune verhindern den Tod vieler Amphibien, da sie in die ebenerdig eingegrabenen und täglich geleerten Fangeimer fallen. Nach Bestimmung von Art, Anzahl und Geschlecht werden die Tiere auf der anderen Straßenseite freigelassen. Im Landkreis Nienburg sind seit 10 Jahren Krötenzäune an 14 Orten aufgestellt. Im Jahr 2017 wurden 17 991 Kröten gezählt. Die meisten Tiere gab es 2019 (23 741). 
In den Jahren 2021 und 2022 waren es wenig mehr als 10 000 Kröten. Danach folgten 2 Jahre mit leichtem Anstieg. 2026 gab es die geringste Anzahl 10 099 Tieren! Ähnliche Abnahmen gab es an den Blenhorster Teichen. Ursachen für diesen negativen Trend sind Lebensraumverlust, der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln und der Verlust von Feuchtbiotopen durch Entwässerung und Dürre. (Burkhard Bauer)

Krötenzaun

Krötenzaun am Wallmoordamm in Uchte  (Burkhard Bauer)