Naturhandwerk-Camp in Nienburg

Was können wir alles mit unseren eigenen Händen und aus natürlichen Materialien herstellen? Ende August haben fünfzehn Menschen das ein Wochenende lang ausprobiert und im schönen Naturnahen Schau- und Lehrgarten des BUND Nienburg gezeltet und gewerkelt. Veranstaltet wurde das Camp vom Jugendumweltnetzwerk JANUN e.V. und der BUNDjugend Nienburg.

Farben und Schnüre aus Pflanzen hergestellt

Die Gruppe kochte Farben aus Pflanzen und ließ diese anschließend mit Zitronensäure und Soda reagieren. Ganz unterschiedliche Farbtöne wurden so aus Rainfarn, Kanadischer Goldrute, Echtem Johanniskraut und Schwarzer Stockrose gewonnen. Manche der Pflanzen konnte die Gruppe direkt im BUND-Garten sammeln und verarbeiten, andere wurden getrocknet mitgebracht. 

Dabei lernten die Teilnehmenden auch viel über die verwendeten Pflanzen und ihre Eigenschaften. Rainfarn etwa ist äußerst insektenfreundlich und eine wertvolle heimische Wildstaude. Die Kanadische Goldrute hingegen verdrängt wertvolle Biodiversität und gilt als invasiver Neophyt. 

Nach langer Vorbereitung kam dann der besondere Moment: Die Teilnehmenden konnten mit den von ihnen selbst hergestellten Farben malen und tolle Effekte erzeugen. Auch Brennnesseln wurden verarbeitet: Zunächst wurden mit Hammer und Steinen die Fasern aufgebrochen und weiterverarbeitet. Später verdrehten die Teilnehmenden diese zu erstaunlich festen Schnüren. 

Ein Wochenende mitten in der Natur

Der liebevoll gestaltete BUND-Garten verlieh dem Wochenende eine besondere Atmosphäre inmitten der Natur. Die Teilnehmenden zwischen 5 und 40 Jahren schliefen in Zelten auf der Streuobst-Wiese und kochten über dem offenen Feuer. Zwischendurch zeigten sich neben Hummeln, Bienen und Schmetterlingen auch Heuschrecken, Frösche und viele mehr. Viele Handys hingegen wurden tagsüber in den Zelten „vergessen“.

Am Ende des Wochenendes waren sich die Teilnehmenden einig: Lasst uns so etwas wieder machen! So ist es hoffentlich nicht das letzte Naturhandwerk-Camp im BUND-Garten gewesen.

Die Veranstaltung wurde durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung gefördert.

Pressekontakt: Romina Ranke, romina@bundjugend-niedersachsen.de