Agro-Gentechnik

Nach wie vor spricht sich eine wachsende Mehrheit der Verbraucher und Verbraucherinnen gegen den Einsatz von Gentechnik in  Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung aus. Und das aus gutem Grund:

Ökologische, ökonomische, gesundheitliche und soziale Risiken sind nicht mehr von der Hand zu weisen.

Das Ausbringen von gentechnisch veränderten Organismen (gvO) in das Ökosystem ist irreversibel, nicht rückholbar. Deshalb kann es auch keine Koexistenz von konventionell und gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen geben, ganz gleich, wie groß der Abstand ist.

Das von insektenresistenten gv Pflanzen freigesetzte Gift schadet nicht nur den Zielorganismen, sondern auch nützlichen Insekten. Die giftigen Spritzmittel, die mit dem Großteil der Gentechnik-Pflanzen eingesetzt werden, gefährden die biologische Vielfalt. Weniger Wildpflanzen bedeuten in der Folge weniger Insekten und Vögel in der Landschaft.

Agrarmultis setzen Gentechnik ein, um ihre Gewinne zu maximieren z. B. durch höheren Pestizideinsatz und Patentierung der manipulierten Gene.

Die erheblichen Kosten, die durch Analytik und Warentrennung entstehen, um eine Kontamination mit gvOs in konventionell bzw. ökologisch erzeugte Produkte auszuschließen, tragen diejenigen, die diese Technik nicht wollen. Versuche haben mittlerweile ergeben, dass Landwirte, die auf Gentechnik setzen, keinen erkennbaren ökonomischen Nutzen erzielen.

Bauern, Bäuerinnen und die Lebensmittelindustrie haben kein Interesse daran, Pflanzen anzubauen oder Produkte herzustellen, die die Verbraucher/-innen nicht akzeptieren.

Die Ablehnung der Agro-Gentechnik ist rational. Verbraucher/-innen sehen es nicht als Vorteil an, Pflanzen zu verzehren, die den Einsatz von großen Mengen von Herbiziden überstanden haben oder die selber Giftstoffe zur Schädlingsabwehr produzieren.

Der Hinweis der Gentech-Lobby, es sei trotz des Anbaus von über 100 Millionen Hektar gv Pflanzen weltweit zu keinen Schäden an Mensch, Tier oder Umwelt gekommen, ist unseriös.

Der Einsatz dieser Technik ist immer auch im Zusammenhang mit der steigenden Anwendung von Pestiziden zu sehen.

Erfahrungen mit der Agro-Technik besonders in Südamerika sind besorgniserregend. Der zunehmende Einsatz von Spritzmitteln in den Gentech-Monokulturen verursacht Umweltbelastungen, Rückgang der Artenvielfalt und zunehmende Missbildungen bei Neugeborenen und Krebserkrankungen.

Seit Jahrzehnten macht die Agro-Industrie leere Versprechen:

Weder hat sie Pflanzen hervorgebracht, die zur Bewältigung des Welternährungsproblems oder der Klimaveränderung beitragen noch den Pestizideinsatz gesenkt.

1996 konnte der BUND mit Unterstützung aus weiten Teilen der Bevölkerung die Aussaat von gentechnisch verändertem Raps in Oberboyen, Landkreis Nienburg, verhindern.

 

Kennzeichnung von Lebensmittel, die mit gvOs enthalten:

… mehr Kennzeichnung von Gentechnik-Lebensmitteln - BUND für Umwelt ...



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