Klimaschutz

Klimaschutz ist die Herausforderung unserer Zeit. Fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas und andere tragen entscheidend mit ihren Emissionen zu dem globalen Klimawandel bei. Ihr Ausstoß von  Treibhausgasen ist seit 1970 um 80% gestiegen.

Energiebedingte CO2-Emissionen tragen etwa zur Hälfte zum menschlich verursachten Treibhauseffekt bei und stehen damit im Mittelpunkt der Bemühungen um Umweltschutz. Treibhausgase sind die klimawirksamen Gase (THG), wie sie in der Kyoto-Vereinbarung festgelegt sind, also CO2, CH4 und N2O (und HFCs, PFCs, SF6). Bis 2015 muss das globale Emissionsniveau stabilisiert und bis 2050 gegenüber heute weltweit um 60% reduziert werden, damit ein klimabedingter, menschengemachter Temperaturanstieg von über 2°C verhindert wird, der zu dramatischen und unkalkulierbaren Folgen für Mensch und Natur führen kann. Die Kosten einer Stabilisierung des Klimas sind beträchtlich, aber tragbar. Verzögerungen wären gefährlich und noch viel teurer.

Misst man die Energieversorgung mit dem Maßstab der Nachhaltigkeit, so erkennt man folgende Defizite:

  • übermäßiger Verbrauch begrenzter Energieressourcen
  • globale Klimaveränderung
  • Risiken der Kernenergienutzung und
  • extrem starkes Gefälle des Verbrauchs zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.

Der BUND strebt die Verteilungsgerechtigkeit für alle Menschen, die Ressourcenschonung für kommende Generationen und eine Natur-, Klima- und Gesundheitsverträglichkeit an.

Die Zukunft der Energienutzung, die heute schon beginnt, liegt in den Erneuerbaren Energien (EE). Sie bieten die faszinierende Perspektive: Ohne Ressourcen der Erde aufzubrauchen und ohne die Umwelt zu verschmutzen sind sie in der Lage, unseren Energiehunger zu stillen. Zweifellos können sie einen großen Beitrag zur Reduktion der klimaschädigenden THG beitragen. Im Dreiklang aus EE, Energieeinsparung und effizienter Energienutzung können die Klimaschutzziele erreicht werden. EE sind alternativlos.

Zu den EE zählen im Wesentlichen Windenergie, Bioenergie, Wasserkraft, Photovoltaik, Solarthermie und Geothermie. Erneuerbare Energien können einen auch in Zukunft noch steigenden Energiebedarf der Menschheit prinzipiell und auf Dauer decken. 100% Deckungsgrade sind machbar. Für deren Nutzung sind Nutzungspotentiale zu erstellen, die sich orientieren müssen an:

- Grenzen für Wirkungsgrade und Anlagengrößen

- strukturelle Restriktionen wie Ortsgebundenheit (Erdwärme), Transportradius (Biomasse), Verfügbarkeit der Flächen und Flächenkonkurrenz (Biomasse), begrenzte Verfügbarkeit (Wind. Solarenergie), Speichermöglichkeit

- ökologische Restriktionen wie Flächenbeanspruchung (Biomasse), Beeinträchtigung der Fließgewässer (Wasserkraft, Nitrateintrag durch Biomasse), Landschaftsbild (Windenergie),.

Bei den EE sind besonders die Windenergie und die Bioenergie nicht unumstritten. Bei den Naturschutzverbänden mehren sich kritische Stimmen. Nicht selten wurden Windparks in Gebieten geplant, die hierfür naturschutzfachlich nicht geeignet sind. In der Regel sind es wichtige Vogel- und Fledermausvorkommen, die beeinträchtigt werden können. Durch sorgfältige Planungen können diese Beeinträchtigungen minimiert werden. Der großflächige  Anbau von Biomasse stellt neue Herausforderungen an biologische Vielfalt und Lebensräume. Mit hohem Düngemitteleinsatz angebaute Energiepflanzen wie Raps oder Mais bieten unter diesem Aspekt keine Zukunftsperspektive. Für die Energie- und Klimabilanz ist es wichtig, den Einsatz von synthetischem Dünger und den Anbau auf moorhaltigen Ackerböden zu begrenzen. Aus Naturschutzsicht untragbar sind die Ausbreitung von Monokulturen und der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen.

 Klimawandel und Klimaschutz haben eine große Bedeutung in der öffentlichen Wahrnehmung erreicht. Zahlreiche Mitglieder des BUND engagieren sich für eine Energiewende.



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