Gemüse- und Kräutergarten – Leckereien selbst angebaut

Auf ihren zahlreichen Gemüsebeeten zeigt die Garten-AG jedes Jahr wieder schmackhafte, unbekannte und altbewährte Gemüsearten und –sorten und Kräuter. Die Grundsätze des Biologischen Gemüseanbaus kommen hierbei zur Anwendung. So wird z.B. das Gemüse ausschließlich in Mischkultur angebaut. Jedes Jahr erfolgt ein Fruchtwechsel auf den einzelnen Beeten, um einer Bodenmüdigkeit und der Anreicherung von Krankheiten im Boden entgegen zu wirken. Eine Bodenbedeckung mit natürlichen Mulchmaterialien über das gesamte Jahr verhindert die Austrocknung und die Erosion des Bodens.

Gestaltungsideen für verschiedene Beetanpflanzungen

  • Gestaltungselemente,
  • Gestaltungsideen

In verschiedenen Stauden- und Gehölzbeeten stellt der Garten etliche Ideen zu Gestaltungsthemen und Pflanzkombinationen vor. Die Wildschutzhecke zeigt die Vielfalt unserer heimischen Sträucher und Kleingehölze. Neben einer schönen Blüte tragen z.B. Kornelkirsche oder Mispel Früchte, die sehr gut in der Küche verarbeitet werden können. Welche Staudenbepflanzung unter solchen Gehölzstreifen möglich ist, kann ebenfalls begutachtet werden.

 

Im Duftbeet wird bewusst, wie viele herrliche Düfte die heimische Flora für uns bereit hält. Der Bauerngarten möchte einen kleinen Eindruck vermitteln von der ursprünglichen Gartengestaltung, in der Zier- und Nutzgarten vereint wurden.

Kräuterspirale – Für jedes Kraut den richtigen Standort

Durch ihre spiralig aufstrebende Bauweise bietet eine Kräuterspirale auf engstem Raum viel Platz für die wichtigsten Küchenkräuter. Die Höhenstaffelung und das Einbringen unterschiedlicher Bodenarten ermöglicht es, verschiedene Standortbedingungen zu schaffen. So wachsen am Fuß der Spirale im frischen Boden z. B. Brunnenkresse, Bachbunge oder Petersilie, die mediteranen Kräuter fühlen sich am wohlsten an der Spitze im trockenen Boden, der Sonne am nahesten.

Die Mauern einer Kräuterspirale können aus den verschiedensten Natur- oder Mauersteinen aufgeschichtet werden. Im Garten wurden wiederum schöne alte Mauerziegel verwendet.

Natürliche Baumaterialien für die Gartengestaltung

Bei der Gestaltung des Gartens hat die Garten-AG vor allem auf natürliche Baustoffe zurückgegriffen oder alte Baustoffe recycelt. Bei dem Einsatz von Natursteinen wurde darauf geachtet, dass Steine aus der Region Verwendung fanden. So sind die Trockenmauern aus Ibbenbürener und Münchehäger Sandstein aufgebaut. Die wenigen gepflasterten Wege wurden aus alten Mauerziegeln und Feldsteinen gestaltet. Die Einfriedung des Gartens erfolgte durch einen Kastanien – Staketenzaun. Weidenflechtzäune als Raumteiler oder Rankgerüst setzten hübsche Akzente in den Beeten.

Streuobstwiese – wichtiger Lebensraum für Mensch und Tier

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen unserer alten Kulturlandschaft. Doch sie sind selten geworden. 2014 legte die Bingo – Umweltstiftung besonderes Augenmerk auf die Pflege und Weiterentwicklung von Streuobstwiesen in Niedersachen. Anlässlich ihres 25 jährigen Bestehens lobte sie das Jubiläumsprojekt „Streuobstwiesen blühen auf!“ aus. Kooperationspartner für dieses Projekt ist der BUND-Landesverband Niedersachsen e.V. (www.streuobstwiesen-niedersachsen.de).

Z. B. mit der Knorpelkirsche oder dem Apfel Kaiser Wilhelm wachsen im Garten etliche Obstgehölze. Zum einen für die Tierwelt, aber auch als leckere Zutat für die eigene Küche.

Wildblumenwiese – Nahrung für zahlreiche Insekten

Wildblumenwiese

Wildblumenwiesen gedeihen vor allem auf mageren, nährstoffarmen Standorten. Durch den hohen Nährstoffeintrag in den Boden und die intensive landwirtschaftliche Nutzung sind Wildblumenwiesen daher selten geworden. Sie bilden jedoch wichtige Lebensgrundlagen für unzählige Insekten wie z. B. Bienen und Schmetterlinge.

Im Schaugarten kann man in den Sommermonaten dieses geschäftige Insektentreiben im Blütenmeer der Wildblumenwiese beobachten. Daher darf dieser empfindliche Bereich auch nicht betreten werden. Einmal im Jahr, nachdem alle Pflanzen ausgeblüht und in die Samenbildung gegangen sind, wird die Fläche gemäht.

Teich – Lebensraum für Amphibien und Wasserinsekten

Wasser gehört seit Jahrzehnten zu den beliebten Gestaltungselementen in unseren Gärten. Doch auch hier finden immer mehr architektonische Becken mit steilen Ufern Einzug.

Der naturnahe Teich des Gartens bietet vielen Wasserlebewesen einen geeigneten Lebensraum. Vor allem in den Sommermonaten können bei Kescher-Veranstaltungen diese kennengelernt werden.

Senkgarten - Verschiedene Kleinklimata auf engstem Raum

Senkgarten

Der wohl bekannteste Senkengarten ist derjenige von Karl Förster in seinem Privatgarten in Potsdam – Bornim. Mit seinen 25 x 45 m bietet er prachtvollen Staudenpflanzungen einen gebührenden Rahmen.

Der Senkgarten des Schau- und Lehrgartens entstand 2010 unter anderen Gesichtspunkten. Hier sollte zum einen ein geschützter Sitzplatz, an dem man Ruhe und Entspannung erleben kann, entstehen. Zum anderen ging es darum, alten Mauerziegeln eine neue „Bestimmung“ zu geben. So entstand ein Trockenmauersystem, das auf kleinstem Raum unterschiedlichste Klimata vereint: Im Schatten der Nordmauer siedeln sich vor allem schattenverträgliche und Luftfeuchtigkeit liebende Pflanzen wie z.B. Farne und Zimbelkraut an. Im Süden finden sich hitze- und trockenheitsresistente, vor allem sukkulente Arten.

Trockenmauer- Extremstandort für Trockenheitsliebhaber

Trockenmauern gehören seit Jahrhunderten zum Bild der bäuerlichen Landwirtschaft. Bei dieser Bauweise werden die Steine ohne Mörtel aufeinandergeschichtet. So entstehen zahlreiche Hohlräume; Lebensraum für speziell angepasste Pflanzen- und Tierarten: an den trockenen und nährstoffarmen Standorten wachsen Mauerpfeffer, Zimbelkraut, Wolfsmilch oder Leinkraut. In Hohlräumen zwischen den Steinen nisten sich gerne Eidechsen, Blindschleichen, Erdkröten und Hummeln ein.

Mauern als raumbildendes Gestaltungselementen haben Einzug in unsere Gärten genommen. Doch auch hier ist deutlich eine Tendenz zu Geradlinigkeit und Beton zu spüren. An den Trockenmauern im Garten kann der Besucher den Reiz und die Artenvielfalt dieses Lebensraumes neu für sich entdecken. Auf den, von den Mauern eingefassten Hügelbeeten wurden 2013 sogenannte Pflanzrezepte von Reinhard Witt, naturnaher Grünplaner und Mitgründer des Naturgarten e.V., aufgepflanzt.

Brot backen im Lehmbackofen

Für das leibliche Wohl im Garten sorgen nicht nur Obst und Gemüse. Ein freistehender Lehmbackofen lädt dazu ein, Brot oder Kuchen zu backen. Der Ofen wird regelmäßig von fachkundigen Garten-AG Mitgliedern betrieben, meist im Rahmen einer Sonntagsveranstaltung.

Insektenhotel und Bienenschaukasten - Lebensraum für Wild- und Honigbiene

Wild- und Honigbienen tragen maßgeblich zur Bestäubung unserer Blütenpflanzen und damit zur Fruchtbildung bei. Ohne sie müssten wir auf zahlreiche Obst- und Beerenfrüchte verzichten. Durch die industrielle Landwirtschaft mit ihrer ausgeräumten Landschaft und dem hohen Pestizideinsatz werden unsere Bienenarten jedoch stark gefährdet. Das Bundesnaturschutzgesetz weist mittlerweile alle Wildbienenarten als besonders geschützte Arten aus (Quelle: www.bund.net/wildbienen).

Neben einem geeigneten Nahrungsangebot benötigen Wildbienen einen strukturreichen Lebensraum, in dem sie Nistmöglichkeiten für ihren Nachwuchs finden. Wildbienen sind zumeist Einzelgänger und legen ihre Eier in Brutröhren ab. Dabei benötigen die verschiedenen Arten sehr unterschiedliche Materialien: Hohlräume in Totholz werden genauso genutzt wie hohle Pflanzenstengel, Stein- oder Mauerfugen. In einem Insektenhotel lassen sich diese verschiedenen Ansprüche sehr gut vereinen. Wie das funktioniert und worauf besonders geachtet werden sollte, zeigt das Insektenhotel im Garten.

Tipps zum Selbstbau eines Wildbienenhotels finden Sie hier...

Die Honigbiene gehört zu den staatenbildenden Insekten und ist durch ihre Honigproduktion zu einem unserer wichtigsten Nutztiere geworden.  Das Leben der Honigbiene in ihrem Staat ist ein faszinierendes Schauspiel. Je nach Alter der Arbeiterbienen gibt es z.B. diejenigen, die sich ausschließlich um die Brut und um die Königin kümmern und diejenigen, die ausfliegen, Nektar und Pollen zu suchen. Wächterinnen achten am Eingang des Bienenstockes darauf, dass niemand eindringt, der nicht zum Volk gehört.

Im Garten kann man die Sommermonate über dieses Treiben in einem Bienenschaukasten, einem in Plexiglas gefassten Wabenrahmen, genau beobachten. Dieser Schaukasten wird von einem Imker betreut.

Spielen erwünscht

Ein Garten soll nicht nur Nutzen, Erholung und Augenschmaus für Erwachsene sein, sondern auch Kindern die Möglichkeit für Abenteuer und Entdeckungen bieten.

Aus diesem Grund finden Kinder neben einem extra Spielplatz im Schau- und Lehrgarten überall verstreut Spielmöglichkeiten wie z. B. das Weidentipi, die Holzpferde oder die hervorragend als Kletterbäume zu nutzenden Eichen.



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