Fotos (3): Bugman 95

 

Lebenszyklus

Die Hirschkäferweibchen legen etwa 20 Eier an sonnigen Standorten an die Wurzeln von modernden Eichenstubben oder an teilweise im Boden liegende Stammstücke, möglichst am Südrand eines Eichenbestandes oder in sehr lichten Eichenwäldern. Die Larven der Hirschkäfer können sich nur in stark von Pilzen zersetztem Holz entwickeln, sie befallen kein frisches Holz. Die Käferlarven "schroten" das verpilzte, morsche Holz zu Mulm. Hirschkäfer werden deshalb in verschiedenen Gegenden auch Schröter genannt. Durch das Schroten des Holzes wird Humus gebildet, es entwickelt sich nährstoffreicher Waldboden. Weil die Cellulose des Holzes sehr nährstoffarm ist, dauert die Entwicklung bis zum fertigen Käfer fünf bis acht Jahre und die Larven werden dabei bis zu 10 Zentimeter lang. Sie verpuppen sich anschließend in einer Erdhöhle (Puppenwiege). Die Puppenzeit kann bis zu 60 Tage dauern.

Die geschlüpften Käfer überwintern in der Höhle und fliegen dann im Folgejahr an lauen Abenden im Mai/Juni aus. Sie suchen dann in lichten, alten Eichenwäldern oder Eichenhainen verletzte Bäume mit Saftfluss an der Rinde. Diesen Baumsaft lecken sie, er ist ihre einzige Nahrung. Die Weibchen können mit ihren kräftigen Kiefern (Mandibeln) diese Baumwunden auch vergrößern, um an mehr Baumsaft zu gelangen. Dort finden auch die Partnersuche und die Paarung statt. Deshalb ist der Erhalt solcher verletzten Eichen überlebenswichtig für die Hirschkäfer. Erwachsene Hirschkäfer leben nur wenige Wochen. Ihre Flugzeit endet im Juli.



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